Klicks sind nicht das Wichtigste - neue Studie zur Online-Werbung
Dieser Beitrag wurde am 30 August 2007 unter Werbung, Kommunikation geschrieben.

Damit sich ein Kunde an eine Werbeaussage errinnert, reicht die reine Einblendung eines Banners bereits aus. Das besagt auf jeden Fall eine neue Studie zur Wirkung von Web-Anzeigen. Wenn sich diese Studie festigt, so könnte es bei der Abrechnung von Online-Werbung einen Wandel, weg von der klickbasierten Bezahlung - hin zur einblendungsbasierten Bezahlung, geben.
Normalerweise gilt Online-Werbung vor allem dann als effizient, wenn sie eine Antwort seitens der potenziellen Kundschaft provoziert - eben einen Mausklick. Chan Yun Yoo, Juniorprofessor an der Fakultät für Journalismus und Telekommunikation der University of Kentucky, fand nun heraus, dass Nutzer nach Betrachtung von Web-Anzeigen Informationen daraus auch im so genannten mittelbaren Gedächtnis wahrnehmen.
Das unmittelbare Gedächtnis erfasst hingegen alle Dinge, die wir durch direkte Interaktionen erlernen. So gespeicherte Informationen aus Werbung beinhalten beispielsweise Slogans, Produktfakten und Website-Adressen - alles, was wir bewusst aufnehmen wollten. Das von den Werbebannern jedoch offensichtlich ebenfalls beeinflusste mittelbare Gedächtnis tritt dann in Aktion, wenn externe Stimuli einmal Gelerntes wieder hervorholen. So erkennt ein Kunde beispielsweise eine Zahnpastamarke aus der Fernsehwerbung wieder, wenn er sie plötzlich im Supermarkt vor sich hat. Oder er entwickelt eine unterbewusste Affinität zu einer bestimmten Marke, obwohl er gar keine konkreten Fakten über sie kennt.
Interessant in diesem Zusammenhang ist auch der alte Spruch “Wer nicht wirbt, der stirbt”. Denn:
IndieClick fand nach eigenen Angaben heraus, dass Klicks nur einen geringen Teil der zusätzlichen Aktivität auf einer Seite ausmachten, die durch eine Anzeigenkampagne ausgelöst würden. Ergo: Wirbt der Kunde, kommen die Nutzer auch von selbst auf sein Angebot.
Mehr Informationen gibt es in dem wirklich interessanten Artikel hier bei heise.de
Kommentare:
2 Komentare zum Beitrag “Klicks sind nicht das Wichtigste - neue Studie zur Online-Werbung”
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Ich persönlich nehme Banner zumindest nich bewußt wahr und ich erinnere mich auch selten an irgendwelche WErbung und auf einen Banner klicken kommt nur in den seltensten Fällen vor
Bei der Wahrnehmung von Werbung läuft sehr viel im Unterbewußtsein ab. Und das ist ja auch das Gute (und auch das Hinterhältige
).
Dr. Christian Scheier schrieb 2004 einmal: “der moderne Konsument ist täglich über tausend Werbebotschaften ausgesetzt (über TV, Print, Plakate, SMS, Internet, Radio usw)”
Wenn dies alles über das Bewußtsein liefe, dann würden unsere Köpfe wahrscheinlich spätestens nach 10 Minuten vor lauter Informationsüberflutung platzen. :-)